
Die Olympia-Bronzemedaillengewinner im Paarlaufen Minerva Hase/Nikita Volodin sind am Tag nach ihrer erfolgreichen Kür-Entscheidung von Mailand nach Cortina ins Deutsche Haus gereist. Dort wurde das Eiskunstlauf-Paar mit dem Spitznamen "Miniki" von der deutschen Olympiamannschaft (Team D) ausgiebig gefeiert. Am Samstagabend steht für die beiden 26-Jährigen noch die Olympia-Abschluss-Gala auf dem Programm.
Medaillenreise: Nach der fünfstündigen Autofahrt von der frühlingshaften Metropole Mailand in den legendären Wintersportort Cortina d'Ampezzo kam in der verschneiten Berglandschaft das richtige Feeling Olympischer Winterspiele auf. Die lange Reise lohnte sich. Das von Team D-Moderator Matthias Killing betitelte "Eiskunstlauf-Traumpaar" Minerva Hase/Nikita Volodin wurde beim Einmarsch durch die Fan Zone und Empfang im Deutschen Haus für den Gewinn ihrer Olympia-Bronzemedaille lautstark bejubelt. Tolle und glückliche Momente für das Paar nach all den vielen Trainingsstunden der vergangenen Jahre.
"Als der dritte Platz feststand, ist der Druck von uns abgefallen und es kam eine große Erleichterung. Wir haben so hart gearbeitet die letzten Jahre. Jetzt auf dem Podium zu stehen bei unseren ersten gemeinsamen Olympischen Spielen ist ein ganz besonderes Gefühl", sagte Minerva Hase beim Bühnen-Talk im Deutschen Haus. "Diese Medaille hat einen besonderen Platz in meinem Herzen. Wir haben drei Jahre mit unserem Team "Miniki" gearbeitet und in der Zeit so viel Unterstützung bekommen. Wir sehen, dass immer mehr Leute in Deutschland unseren Sport lieben und sich dafür interessieren, was wir auf dem Eis machen", erzählte Nikita Volodin. "Das ist natürlich eine große Motivation, jeden Tag zu trainieren und uns zu verbessern."
Im Kurzprogramm haben die DEU-Paarläufer aus Berlin zum ersten Mal die 80 Punkte geknackt. "Es war die beste Leistung der Saison und unserer letzten drei Jahre. Von daher sind wir sehr glücklich, dass wir das bei Olympia geschafft haben", blickte Hase auf den perfekten Tango in der Milano Ice Skating Arena zurück. Vor der Kür war ihre Nervosität sehr hoch. Volodin versuchte möglichst ruhig zu bleiben und seine Emotionen zu kontrollieren, weil es bei den Hebungen und Würfen auch um die Sicherheit seiner Partnerin geht. "Wir vertrauen uns gegenseitig. Wir trainieren jeden Tag zusammen und es ist ein bisschen Magie dabei, wenn alles so einfach geht und wir ein sehr gutes Gefühl dabei haben. Im Kurzprgramm hat das geklappt, in der Kür nicht ganz, aber das war auch schon gut", sagte der 26-Jährige.
Minerva Hase gab einen Einblick in ihre ersten Gedanken nach der Kür und die verständnisvolle Reaktion ihres Partners auf ihren Fehler beim Dreifach-Salchow, den sie nur einfach sprang: "Im ersten Moment dachte ich mir, dieser verdammte Salchow, hätte ich den zugemacht, wäre ich mit dem Programm sehr zufrieden gewesen. Aber Nikita hat auf meine Worte 'Sorry for the mistake' direkt gesagt: 'Hey, du hast 100 Prozent gegeben und heute war 100 Prozent eben diese Leistung' und dass wir uns davon nicht fertigmachen lassen sollten. Ich war sehr glücklich, dass mein Partner so toll reagiert hat und die ganzen Flaggen und deutschen Fans haben mir geholfen, den Moment doch genießen zu können." Für diese Worte gab es nochmal einen Extra-Applaus im Deutschen Haus.
Nach dem bislang größten Erfolg ihrer Karriere liegt Urlaub für Minerva Hase/Nikita Volodin noch in weiter Ferne. Am Samstagabend (21. Fabruar; 20:00 bis 22:30 Uhr) treten die Vizeweltmeister in der Schaulauf-Gala der Olympischen Winterspiele auf – eine sehr große Ehre. Anschließend haben sie Show-Auftritte in der Schweiz und Berlin vor sich, bevor Ende März mit den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Prag (Tschechien; 24. bis 29. März 2026) ein weiteres Saison-Highlight ansteht. Dort wird das Paarlauf-Team "Miniki" erneut um Medaillen kämpfen.
Text & Foto: Pamela Lechner



















