
Der Traum wird wahr! Synchroneiskunstlaufen wird bei den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich erstmals olympisch. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Disziplin mit dem neuen Format “Synchro 9” in das Olympische Programm aufgenommen, wie die International Skating Union (ISU) am Dienstag mitteilte. Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) visiert eine Olympia-Teilnahme in vier Jahren an.
Die brandneue Synchroneiskunstlauf-Disziplin "Synchro9" wird Teil des Wettkampf-Programms der Olympischen Winterspiele 2030 in Frankreich sein. "Dass Synchroneiskunstlaufen mit der Disziplin Synchro9 olympisch wird, ist eine weitreichende Entscheidung für unsere Sportart. Wir kommen mit einer neuen Team-Disziplin in das olympische Programm. Damit geht der Traum vieler Synchronläuferinnen in Erfüllung und wir wollen uns als eine der stärksten Synchron-Nationen für diese Olympia-Premiere qualifizieren", sagt DEU-Geschäftsführerin Tatjana Wagner, bei der Deutschen Eislauf-Union für Synchroneiskunstlaufen verantwortlich. Unter anderem durch die Aufnahme der Eiskunstlauf-Team-Disziplin Synchro9 sollen die Olympischen Winterspiele 2030 zu den ersten Winterspielen mit geschlechtergerechter Teilnehmer- und Wettbewerbsanzahl werden, wie das IOC mitteilte.
Bei der neu entwickelten Disziplin "Synchro9", die vom Weltverband ISU jung, modern, TV- und zuschauerfreundlich konzipiert wird, umfassen die Synchron-Teams statt bisher 16 Läufer*innen nur 9 (ausschließlich weibliche) Sportlerinnen. Synchron beinhaltet Elemente aller Eiskunstlauf-Disziplinen Einzellaufen, Paarlaufen und Eistanzen und das mit der Herausforderung, diese als Team synchron auszuführen. In welche Richtung "Synchro9" technisch genau gehen wird, zeigt die kommende Saison 2026/2027. Dann wird die neue Disziplin, die bei der Synchron-WM 2026 in Salzburg von drei Demo-Teams aus Finnland, USA und Kanada vorgestellt wurde, zunächst ihre internationale Wettkampf-Premiere feiern. Die ISU richtet 2027 eine große Weltmeisterschaft für Synchro 9 und Synchro 12-16 in Nottingham (Großbritannien; 26. März bis 4. April 2027) aus.
Die Deutsche Eislauf-Union befasst sich als viertbeste Nation der vergangenen SYS-Weltmeisterschaften (Synchro 16) bereits frühzeitig mit der neuen Synchron-Disziplin, um sich mit gut ausgebildeten Synchro9-Teams für die olympischen Wettbewerbe qualifizieren zu können. Die DEU wird mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Bundeskanzleramt im Rahmen der Strukturgespräche die Fördermöglichkeiten für die neue olympische Disziplin Synchroneiskunstlaufen verhandeln, um den Leistungssport Synchron zielführend zu entwickeln. Auf dem Weg zu den Olympischen Winterspielen 2030 warten als wichtige Zwischenetappen die Olympischen Jugend-Winterspiele 2028 in Dolomiti Valtellina (Italien), wo das Format Synchro9 für den Anfang im kleineren Rahmen olympisch wird, und die Multi-WM 2028 der Eissportarten Eiskunstlaufen, Synchron, Eisschnelllauf und Short Track in Peking (China). Durch die neuen olympischen Perspektiven gewinnt Synchroneiskunstlaufen an Attraktivität, auch für gut ausgebildete Eiskunstläuferinnen der anderen Disziplinen.
Text: Pamela Lechner
Foto: @vi_visuals



















