Landeseissportverbände

Die 52. Nebelhorn Trophy vom 23. bis 26. September 2020 in Oberstdorf war ein voller Erfolg. Alle Beteiligten waren begeistert, dass der traditionelle internationale Wettbewerb auch im schwierigen Corona-Jahr zum Saisonstart stattfinden konnte. Mit einem durchdachten Sicherheits- und Hygiene-Konzept, wie vorgeschriebenen Laufwegen, Abstandsgebot und Mundschutz, machten die Organisatoren die Veranstaltung im Eissportzentrum möglich. Zwar waren keine Zuschauer zugelassen, doch die Fans konnten alle Entscheidungen im Livestream verfolgen.

Die DEU-Läufer gewannen die Team-Wertung der Fritz-Geiger-Memorial-Trophy vor Tschechien und der Schweiz. Die beste deutsche Platzierung in den Disziplinen gab es für die Berliner Paarläufer Annnika Hocke und Robert Kunkel, die mit ihren neuen Programmen den zweiten Platz erreichten. Das zweite deutsche Paar Minerva Fabienne Hase und Nolan Seegert, das nach dem Kurzprogramm mit einem souveränen Auftritt in Führung gelegen war, konnte seine Kür nicht mehr zeigen. Minerva Hase hatte sich im Abschlusstraining eine leichte Knöchelverletzung zugezogen.

In den Einzel-Wettbewerben verpasste die Deutsche Meisterin Nicole Schott als Vierte knapp das Podium. Während die 24-Jährige ein sauberes Kurzprogramm (Platz zwei) gelaufen war, wollten die Sprünge in ihrer neuen Kür noch nicht klappen. Nathalie Weinzierl kam bei ihrem Comeback nach längerer Verletzungspause auf einen beachtlichen sechsten Platz. Kristina Isaev lief mit einer kämpferischen Leistung und der viertbesten Kür noch in die Top Ten (zehnter Platz). Lokalmatadorin Aya Hatakawa konnte als eine der Jüngsten im Feld den 16. Platz erreichen.

Siegerehrung der Fritz-Geiger-Memorial-Trophy: Nicole Schott (mi.) mit Natálie Taschlerová (li. / Tschechien) und Alexia Paganini (re. / Schweiz) © Hella Höppner

Im Herren-Wettbewerb präsentierte der EM-Achte Paul Fentz ein starkes neues Kurzprogramm (81,86 Punkte). Mit gestandenem Vierfach-Toeloop und Dreifach-Axel war der 28-Jährige sogar in Führung gegangen. In seiner Kür gelang ihm zum Saisoneinstand und in der ungewohnten Favoritenrolle als letzter der Gruppe auf dem Eis nicht alles, und er landete in einem gut besetzten internationalen Feld insgesamt auf Rang sechs. Trainingskollege Kai Jagoda freute sich über eine neue Bestleistung und Rang elf. Der dritte Berliner Thomas Stoll beendete den Wettbewerb auf Rang 17.

Auch einige ehemalige internationale Spitzenläufer, die jetzt als Trainer arbeiten, waren mit ihren Sportlern vor Ort und dankbar für die Start-Möglichkeit: Der zweimalige Weltmeister Stéphane Lambiel betreute Herren-Sieger Deniss Vasiljevs (Lettland) und die zweitplatzierte bei den Damen Alexia Paganini (Schweiz). Der frühere französische Europameister Flaurent Amodio war ebenfalls als Coach im Einsatz. Unter den wenigen Zuschauern war der türkische Generalkonsul Mehmet Günay, um die Läufer seiner Nation bei diesem internationalen Event zu begrüßen.

Ein großer Dank geht an alle, die zum Gelingen der Veranstaltung im Eissportzentrum Oberstdorf beigetragen haben. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen haben bewiesen, wie wichtig es für die Athleten in diesen schwierigen Zeiten ist, ihre Trainingsarbeit bei einem Wettbewerb vor Preisrichtern präsentieren zu können. Daher hat die DEU bereits einen weiteren internationalen Wettbewerb ausgeschrieben: Vom 26. bis 29. November findet die NRW Autumn Trophy in Dortmund statt.

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