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Deutsche Paare auf fünf und sieben bei der Eiskunstlauf-EM

Der erste Tag bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Graz war aus deutscher und aus Berliner Sicht sehr erfolgreich. Alle fünf gestarteten Läufer kommen aus der Hauptstadt und alle fünf zeigten eine starke Leistung. Die Deutschen Paarlaufmeister Minerva Fabienne Hase und Nolan Seegert erhielten erstmals in ihrem Leben im Kurzprogramm mehr als 70 Punkte und liegen vor der Kür am Freitag auf dem fünften Platz mit 70,43 Zählern. Alle sieben Elemente gelangen fehlerfrei, auch der parallele dreifache Toeloop. Das spektakulärste Element war der dreifache Wurfsalchow.

Hase sagte: „Heute haben wir eine persönliche Bestleistung erreicht. Schon die ganze Saison haben wir auf die Schallmauer von 70 Punkten hingearbeitet. Dass es ausgerechnet bei der EM heute geklappt hat. ist natürlich super. Alle Elemente haben gut geklappt, wir sind mehr als glücklich. Wir liefen ziemlich entspannt und wollten es nur genießen.“

Seegert ergänzte: „Das Publikum hat uns sehr unterstützt und ich glaube, es waren sehr viele Zuschauer aus Deutschland dabei, die haben uns die Kraft für die letzten Elemente gegeben. In der Kür wollen wir fehlerfrei durchkommen und den Platz halten oder mindestens Sechste werden. Wenn beide Paare sehr gut laufen, könnten wir sogar drei Startplätze für das nächste Jahr für die DEU sichern.“

Annika Hocke und Robert Kunkel liegen nach einem fehlerfreien Kurzprogramm mit dreifachem Wurfflip und gutem dreifachem Twist auf dem siebten Rang.  

Hocke sagte: „Wir haben unsere Trainingsleistung abgerufen und sind befreit gelaufen. Das heutige Kurzprogramm war ein Supereinstand bei unserer ersten gemeinsamen Europameisterschaft. Mit den Punkten waren wir nicht ganz zufrieden, denn bei unseren Juniorenwettbewerben hatten wir Fehler gemacht und trotzdem ähnlich viele Punkte. Aber bei einer Europameisterschaft wird etwas anders gewertet. Wir haben einen Doppelaxel als Einzelsprung gemacht, weil uns wichtig war, ein fehlerfreies Kurzprogramm zu zeigen. Für einen Dreifachsprung hätten wir einiges umbauen müssen, denn der Eingang in den Sprung ist ganz anders.“    

Kunkel ergänzte: „Außerdem haben wir uns sehr über die Unterstützung des Publikums gefreut. Wir haben gesehen, dass viele Deutsche gekommen sind. Mit den Punkten waren wir nicht ganz zufrieden, aber wir hatten eben die frühe Startnummer 4.“  

Es gewannen Alexandra Boikova/Dmitrii Kozlovskii aus Russland mit 82,34 Punkten vor den Landsleuten Daria Pavliuchenko/Denis Khodykin (74,92 Punkte) und den weiteren Landsleuten Evgenia Tarasova/Vladimir Morozov (73,50 Zähler).   

Am Nachmittag war Einzelläufer Paul Fentz auf einem erstklassigen sechsten Platz nach seinem Kurzprogramm gelandet.

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