Landeseissportverbände

Sportpässe/Lizenzen

Im November 2018 wurde in der Mitgliederversammlung der DEU in Dortmund mit großer Mehrheit sowohl die Einführung als auch die Höhe der Lizenzgebühr (50 Euro) ab der Saison 2019/2020 festgelegt. Die Umsetzung dieses Mitgliederbeschlusses ist nach umfangreichen, vor allem technischen und juristischen Vorbereitungsarbeiten nahezu zum Abschluss gekommen. In den letzten Wochen erhielt die DEU zahlreiche Anfragen wie denn die Umsetzung konkret aussieht und wer, wann und wohin denn letztendlich die Lizenzgebühr entrichtet werden muss. Hierzu nun einige Informationen:

 

Wer muss die Gebühr für die Läuferlizenz entrichten?

Im Zusammenhang mit dem Beschluss der Einführung der Lizenzgebühr wurde ein neuer Artikel in die Ordnung der Allgemeinen Bestimmungen für den Sportbetrieb der Deutschen Eislauf-Union (OAB) aufgenommen, in dem u.a. festgeschrieben wurde, für wen die Lizenzgebühr zu entrichtet ist. In dem neuen Artikel 9a der OAB steht in Ziffer 1 folgender Satz:

„Jeder Aktive, der am Sportbetrieb der DEU, eines LEV oder Vereins teilnimmt, muss im Besitz einer gültigen Läuferlizenz sein, die jährlich vor der Wettkampfsaison zu erneuern ist und die für jeweils eine Wettkampfsaison gültig ist.“ Damit ist klar, jeder Sportler bzw. jede Sportlerin darf nur mit einer gültigen Lizenz starten. Wir weisen darauf hin, dass ab sofort in allen Ausschreibungen der Hinweis enthalten sein sollte, dass eine Teilnahme nur mit aktiver Läuferlizenz möglich ist.

 

Gibt es hierzu Besonderheiten bzw. Ausnahmen?

Ja. Ausgenommen sind Wettbewerbe, die ausschließlich für die eigenen Mitglieder ohne Beteiligung von Mitgliedern anderer Vereine durchgeführt werden. Von der Zahlungspflicht ausgenommen sind Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer bei der Erstbeantragung des Sportpasses für die laufende Saison. Ganz aktuell hat das Präsidium der DEU zur Erleichterung der Einführung der Lizenzgebühr folgende Entscheidung für die Saison 2019/2020 getroffen: Parcours-Wettbewerbe unterhalb der Freiläuferkategorie werden in der Saison 2019/2020 von der Lizenzgebühr befreit.

 

Wann muss die Gebühr für die Läuferlizenz entrichtet werden?

Die Gebühr für die Läuferlizenz muss generell vor dem ersten Start bei einem Wettbewerb, einer Meisterschaft oder einem Klassenlaufen entrichtet werden.

Die datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen wurden inzwischen mit dem Datenschutz­beauftragten der DEU besprochen, so dass der Umsetzung der Satzungsbestimmung „Lizenzgebühr“ nun nichts mehr im Wege steht. Für die aktuelle Saison kann voraussichtlich ab November jeder Sportpassinhaber bzw. seine gesetzlichen Vertreter oder auch andere Personen die Lizenzgebühr auf ein Sonderkonto der DEU entrichten und sich damit für die laufende Saison akkreditieren.

 

Wohin muss die Gebühr für die Läuferlizenz entrichtet werden und in welcher Höhe?

Die Zahlung der Gebühr in Höhe von 50 € erfolgt seitens der Sportpassinhaberin / des Sportpass­inhabers bzw. des gesetzlichen Vertreters auf ein Sonderkonto der DEU. Die LEV und die Vereine sind von diesem Arbeitsvorgang entbunden. Das Sonderkonto wird den Landeseissportverbänden unmittelbar mitgeteilt, sobald es eingerichtet ist.

 

Für eventuell weitere Fragen können Sie sich gerne an die DEU-Geschäftsstelle wenden. Hierzu bitten wir Sie, Ihre Fragen schriftlich an folgende E-Mailadresse zu senden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir werden bemüht sein, jede Anfrage innerhalb kurzer Zeit zu beantworten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Das Team der DEU-Geschäftsstelle

Für die Erteilung von Trainerlizenzen im Eiskunstlaufen ist die DEU zuständig. Ausgebildet wird nach einem zertifizierten Curriculum. Lizenzen unterliegen der Fortbildungspflicht.

Die Regelungen zum Lizenzwesen finden sich in der Trainerordnung der DEU. Die DEU macht ihre Lizenznehmer ausdrücklich auf die im Ehrenkodex verankerten Werte aufmerksam, deren Einhaltung vorausgesetzt wird. Die Nichteinhaltung kann mit einem Lizenzentzug gemäß Artikel 10 Trainerordnung geahndet werden. Die Mitglieder der DEU haben sich mit Beschluss der Mitgliederversammlung vom 24.11.2018 einen Ethik-Code und eine Leitlinie zur Prävention von sexualisierter Gewalt gegeben. Weitere Informationen finden sich unter SafeSport.
 
Die Bearbeitung von Anträgen auf Ausstellung und Verlängerung von Lizenzen erfolgt kostenpflichtig auf Grundlage der jeweils gültigen DEU-Preisliste.
 
Die DEU bietet mit Genehmigung des DOSB folgende Trainerlizenzausbildungen für Eiskunstlaufen an:
  • Trainer - C Breitensport Eiskunstlaufen (durchgeführt von den Landeseissportverbänden)
  • Trainer - C Leistungssport Eiskunstlaufen
  • Trainer - B Leistungssport Eiskunstlaufen
  • Trainer - A Leistungssport Eiskunstlaufen
Lizenzen werden auf einem vom DOSB gestellten Server erstellt und gepflegt. Mit oder nach Ausbildungsabschluss oder Fortbildungsbesuch erfolgt eine Datenerhebung und -bearbeitung. Hierfür werden Angaben benötigt, welche der Antragsteller oder Lizenznehmer hier eingibt: Datenblatt / Einwilligungserklärung
Lizenztrainer, die eine Fortbildung besucht haben, legen einen eigenhändig unterzeichneten Trainerehrenkodex der DEU (in der jeweils gültigen Fassung) im Original vor, eine Einwilligung zur Datenbearbeitung und einen Nachweis der Fortbildungsteilnahme (Bescheinigung des Veranstalters in der Form von Artikel 6 Ziffer 4 Trainerordnung).
 
Für eine Lizenzerteilung muss vorab die Klassenlauf- und Testlauf- Eingangsvoraussetzung erfüllt sein. Dies bedeutet, der Antragsteller muss im Besitz eines Sportpasses sein, in dem die Prüfungen eingetragen sind.
 
Trainer, die eine Lizenz ausgestellt bekommen möchten, müssen folgende Unterlagen zur Antragsteller bei der DEU einreichen:
  • Bestätigung der Ausbildung im geforderten Umfang und der Abschlussprüfung einschließlich Notengebung
  • Eigenhändig unterzeichneter Trainerehrenkodex der DEU (in der jeweils gültigen Fassung) im Original
  • Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis im Original (wird zusammen mit der DIN A4 Lizenz zurück gesendet)
  • Bestätigung der Ausbildung in Erster Hilfe in einem Umfang von 9UE (nicht älter als 24 Monate zum Zeitpunkt der Lizenzvergabe)
  • Bestätigung der Hospitationsstunden (50 Std. für C-LS und 30 Std. für C-BS bei einem Trainer mit mindestens B- Lizenz Leistungssport für Eiskunstlaufen) auf dem Formular der DEU
  • Bestätigung der Lehrtätigkeit unter Aufsicht im Verein und Nachweis der Vereinsbindung
  • Datenblatt / Einwilligungserklärung
 
Die Lizenzierung ist eine Verwaltungstätigkeit, der eine Prüfung auf Aktenlage vorausgeht. Einzureichen sind die Unterlagen stets in vollständiger Form, von Teileingaben ist abzusehen. Eine Rechnungsstellung erfolgt nach Eingang der ersten Unterlagen. 
 
Hinweise:
Lizenznehmer, deren Lizenz ihre Gültigkeit verloren hat, haben nach den Vorgaben von Artikel 7 Ziffer 1-3 Trainerordnung zu verfahren. Gemäß Artikel 7 Ziffer 4 Trainerordnung gilt in Übereinstimmung mit den DOSB Rahmenrichtlinien: "Trainerlizenzen, welche mehr als 5 Jahre abgelaufen sind, muss die DEU nicht mehr anerkennen. Hier kann eine erneute Ausbildung in der jeweiligen Stufe verlangt werden. Bei der Prüfung ist die aktive Trainertätigkeit ab dem Zeitpunkt des Eintritts der Ungültigkeit der Trainerlizenz zu berücksichtigen." 
 
Lizenznehmer, welche eine Wiederaufnahme ihrer Lizenz ersuchen, stellen schriftlich einen entsprechenden Antrag bei der DEU. Das Prüfungsverfahren ist kostenpflichtig gemäß jeweils gültiger DEU-Preisliste.
 
Trainer, die eine ausländische Qualifikation mit einem staatlichen, universitären oder verbandlichen Abschluss erworben haben und eine Anerkennung ihrer Ausbildung in Form einer DOSB Trainerlizenz für Eiskunstlaufen von der DEU wünschen, müssen einen schriftlichen Antrag bei der DEU stellen. Dem Antrag sind beglaubigte Nachweise in übersetzter Form zum Werdegang, zur sportlichen Laufbahn und zur Ausbildung als Trainer für Eiskunstlaufen beizufügen. Die Unterlagen müssen Auskunft über die Art, den Umfang, die Inhalte und die Prüfungsbestandteile geben. Gleichzeitig müssen sportfachliche und pädagogische Kenntnisse und Erfahrungen im Unterricht deutlich werden. Grundsätzlich müssen Antragsteller einen Wohnsitznachweis der Meldebehörde, eine Ablichtung des Reisepasses und eine Vereinsbindung vorlegen. Es ist empfehlenswert, gleichzeitig einen Sportpassantrag über den Verein und seinen zuständigen LEV zu stellen, damit die im Ausland erworbenen sportlichen Leistungsnachweise registriert werden können. Die DEU muss mit den vorliegenden Unterlagen und Nachweisen die Möglichkeit einer Vergleichsprüfung haben. Die Antragstellung ist kostenpflichtig gemäß jeweils gültiger DEU-Preisliste. Das Verfahren kann einige Monate beanspruchen. Es besteht die Möglichkeit, vorübergehend eine Gastlizenz gemäß Artikel 12 Trainerordnung zu erhalten.
 
Unabhängig einer Anerkennung sind grundsätzlich vor jeder Lizenzerteilung folgende, aktuelle Nachweise einzureichen:
  • Eigenhändig unterzeichneter Trainerehrenkodex der DEU (in der jeweils gültigen Fassung) im Original
  • Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis im Original (wird zusammen mit der DIN A4 Lizenz zurück gesendet)
  • Bestätigung der Ausbildung in Erster Hilfe in einem Umfang von 9UE (nicht älter als 24 Monate zum Zeitpunkt der Lizenzvergabe)
  • Datenblatt / Einwilligungserklärung  
 
Bei der Beantragung eines Erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses ist bei vielen Meldebehörden eine Anforderungsberechtigung vorzulegen. Dieses Formular können Vereine und Verbände ausstellen. Wird diese Bescheinigung bei der DEU angefordert, erfolgt eine Berechnung dieser Verwaltungstätigkeit gemäß jeweils gültiger DEU-Preisliste.   
 
Für Fragen in Angelegenheiten der Traineraus- und -fortbildung einschließlich Lizenzierung - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen finden sich im Menü Training - Aus- und Forbildung Trainer.

Sportpassformulare (Einzel oder Team) können hier heruntergeladen werden.

Vor der Teilnahme an einer Klassenlaufprüfung, einem nationalen oder internationalen Wettbewerb oder einer Meisterschaft muss eine/n Sportler/in einen DEU-Sportpass beantragen. Für Sportler mit ausländischer Nationalität muss darüber hinaus das Sportpass-Zusatzblatt ausgefüllt eingereicht werden:

Sportpassantrag/-umschreibung Person

Zusatzblatt zum Sportpassantrag für Sportler/innen mit ausländischer Nationalität

Für jedes Synchronteam, das an nationalen Wettbewerben/Meisterschaften teilnehmen will, muss ein Team-Pass beantragt werden. Für jedes Teammitglied, falls nicht bereits vorhanden, muss ein persönlicher Sportpass beantragt werden:

Sportpassantrag/-umschreibung Team

Sportpassformulare (Neuausstellung und Umschreibung) sind immer beim zuständigen Landeseissportverband (LEV) einzureichen. 

Bei Umschreibungen muss entweder eine Freigabe oder ein fristgerechtes Kündigungsschreiben eingereicht werden. Zusätzlich muss der alte Sportpass (oder nur die Sportpassblätter) vorgelegt werden. 

Partner der DEU: