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Synchroneiskunstlaufen ist die fünfte und jüngste Disziplin im Eiskunstlaufen. Die Disziplin kommt ursprünglich aus Nordamerika. In den 60er Jahren wurden dann die ersten Wettbewerbe ausgetragen. Ab 1976 wurden Wettbewerbe auch international veranstaltet. 1977 wurde dann das erste Regelwerk der Disziplin aufgesetzt.

International sind nur Teams mit 16 Läuferinnen zugelassen. Darunter können auch bis zu 4 männliche Läufer sein. Wie im Einzellaufen besteht ein Wettkampf aus Kurzprogramm und Kür. Im Kurzprogramm müssen fünf vorgeschriebene Elemente gezeigt werden, in der Kür besteht mehr Gestaltungsspielraum. Wie der Name schon sagt, spielt die Synchronität hier eine entscheidende Rolle. Die Synchronteams zaubern in hohem Tempo fantastische Choreographien aufs Eis.

Das Team Berlin Juniors ist momentan das beste deutsche Synchroneiskunstlaufteam im Juniorenbereich

Folgende Alterskategorien liegen momentan vor:

  • Juvenile (7-13 Jahre, mit der Kür nur ein Programmteil)
  • "Basic Novice", Nachwuchskategorie (10-15 Jahre, mit der Kür nur ein Programmteil)
  • "Advanced Novice", Nachwuchskategorie  (10-15 Jahre, mit der Kür nur ein Programmteil)
  • Junior (12-19 Jahre, mit Kurzprogramm und Kür zwei Programmteile)
  • Meisterklasse (mind. 14 Jahre, mit Kurzprogramm und Kür zwei Programmteile)
  • Adult (mind. 25 Jahre, mit der Kür nur ein Programmteil)

 

 

 

Deutsche Meisterschaften finden für Nachwuchs-, Junioren- und Meisterklasse-Teams statt.

Im Gegensatz zur Anfangsphase des Synchroneiskunstlaufens sind Sprünge, Hebungen und Pirouetten mittlerweile vorgeschriebene Elemente in den Programmen. Abgesehen davon sind die dargebotenen Elemente folgende:
 

  • REIHE: Sie kann als Doppelreihe, als eine Linie und zwei einzelne Reihen umgesetzt werden. Eine Schrittfolge oder Pivotieren von mind. 90 Grad erhöht den Schwierigkeitsgrad des Elements.
  • KREIS: Möglich sind mehrere einzelne Kreise oder ein großer Kreis. Beim Element ist eine Drehung von mindestens 360 Grad erforderlich (alternativ 180 Grad in beide Richtungen). Schrittfolgen, Wandern und Richtungswechsel erhöhen beim Kreis den Schwierigkeitsgrad.  
  • BLOCK: Drei bis fünf parallele Reihen bilden einen Block. Schrittfolgen, Pivotieren oder Konfigurationswechsel erhöht beim Block den Schwierigkeitsgrad.
  • MÜHLE: Bei der Mühle läuft eine oder laufen mehrere Reihen um einen Punkt auf der Eisfläche. Durch das Wandern einer Mühle oder Richtungswelchsel wird das Element schwieriger.
  • KREUZEN: Beim Kreuzen läuft ein Teil des Teams durch den anderen Teil. Kreuzen ist im Rahmen der vier obigen Elemente möglich. Schritte, Spiralvarianten oder Sprünge beim Kreuzen erhöhen den Schwierigkeitsgrad.
  • NO HOLD STEP SEQUENCE: Diese Schrittfolge wird in einem Block ohne das Halten der Teammitglieder von einer kurzen Bande zur anderen gelaufen. 
  • MOVES IN THE FIELD: Dabei werden drei Spiralenformen wie z.B. Mond, Standspagat oder Bielmannposition nacheinander gezeigt.
  • MOVEMENT IN ISOLATION: Einzelne Läufer zeigen dabei separat bestimmte Elemente wie Sprünge, Hebungen, Spiralvariationen oder Pirouetten.

Seit 2000 finden im Synchroneiskunstlaufen auch Weltmeisterschaften statt. Im Juni 2015 wurde der Antrag vom IOC abgelehnt, die Disziplin ins Programm der Olympischen Spiele aufzunehmen. Es darf allerdings Hoffnung bestehen, dass Synchroneiskunstlaufen bald Teil der Olympischen Spiele sein wird.

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