Landeseissportverbände

Das BISp – Innovationsprojekt „Sprünge verstehen lernen 3.0“ dient der Entwicklung eines Steuerungskreises zum nachhaltigen Wissenstransfer im Eiskunstlaufen. Erstmalig werden trainingswissenschaftliche Ableitungen mit Trainer-Expertenwissen nachhaltig verknüpft.

Messsystem MISSIE3:

Das "Mess- und Informationssystem für Sprünge im Eiskunstlauf 3" (kurz: MISSIE3 s. MISSIE) ist eine neue Messmethode, welche der optimalen Unterstützung des langfristigen Trainingsaufbaus beim Sprungtechniktraining im Eiskunstlauf dienen soll. Es können Zeitparameter, der Rotationsgeschwindigkeitsverlauf und der Beschleunigungsverlauf von den Sprüngen auf dem Eis gemessen werden. Zudem können die Sprünge mit einer Kamera aufgenommen werden und so parallel zu den Kurvenverläufen angesehen und analysiert werden.

Projektziel

  1. Daten sprungspezifisch auswerten
  2. Trainingswissenschaftliche Ableitungen durch erfasste Parameter formulieren
  3. Expertenwissen nutzen, um gemeinsam trainingswissenschaftliche Ableitungen zu generieren
  4. Wissen an Nachwuchstrainer/Basis transferieren und mit Hilfe der Regelmäßigkeit sowie dem Praxisbezug das Wissensniveau der Trainer stetig verbessern

Ablauf:

  1. Um trainingswissenschaftliche Ableitungen für den langfristigen Leistungsaufbau zu gewinnen, müssen zunächst die erstmals erhobenen Daten von MISSIE3 sprungspezifisch ausgewertet werden. Diese Auswertung wird durch eine Mitarbeiterin der Universität Stuttgart übernommen. Isabelle Glaser (B.Sc. Sportwissenschaften) ist ebenfalls aus dem Eiskunstlaufen und bereits mit MISSIE3 durch ihre Bachelorarbeit vertraut.
  2. Die Basis und damit der potenzielle Nachwuchs soll durch das neu eingesetzte System mit Hilfe der online basierten Lernplattform „edubreak“ (Ghostthinker) ebenfalls profitieren. Diese Lernplattform wird durch Sarah Löhle-Güler moderiert. Unsere Leistungssportreferentin in Elternzeit wird den Transfer zwischen Expertenwissen und der Trainerbasis herstellen.

 

Langfristiges Ziel:

Sicherstellung des Qualitätsniveaus der Sprünge im Eiskunstlaufen durch einen an die Erkenntnisse angepassten methodisch-didaktisch gut strukturierten langfristigen Leistungsaufbau. Das Projekt lebt durch die Mitarbeit sowohl von den Athlet*innen als auch von unseren Trainer*innen in Deutschland.

 

Dieses Projekt wurde mit Forschungsmitteln des Bundesinstituts für Sportwissenschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Partner der DEU: