Landeseissportverbände

Die Deutsche Eislauf-Union hat im Dezember mit zwei Workshops in Stuttgart (11.12.18) und Mannheim (14.12.18) das neue, vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft geförderte MISSIE3 Projekt „Sprünge verstehen lernen 3.0“ unter der Leitung der neuen Bundestrainerin Wissenschaft, Christine Leibinger begonnen. Ziel des Projekts ist es, den technischen Lernprozess anhand einer einfach zu handhabenden Messtechnik zu unterstützen. Mit neu entwickelten Beschleunigungssensoren, die der Athlet einfach an Schulter, Hüfte und unter den Schlittschuhen anbringen kann, können zusammen mit einem speziellen Tablet (Videokamera mit 10x Zeitlupe) Sprünge von Trainern mit ihren Läufern sofort im Anschluss ausgewertet werden. Das System wurde am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft der Universität Stuttgart unter der Leitung von Professor Wilfried Alt entwickelt und soll nun in einem Folgeprojekt für die DEU zur Anwendung gebracht werden. Die Entwicklung hat Karsten Schäfer im Wesentlichen vorangetrieben, der bei den Workshops im Dezember das System selbst vorstellte und anhand von Beispielen auch am Eis demonstrierte. Bei der Programmierung des Systems hilft Markus Mroch, der als Student der Informatik die Rechenleistung möglich macht (lesen Sie hier mehr zum MISSIE3 Projekt).

 

Das Projekt wird im neuen Zyklus im Jahr 2019 auch weiterhin von der Universität Stuttgart wissenschaftlich betreut. Die ehemalige Eiskunstläuferin, heutige Trainerin und Sportwissenschaftlerin Isabelle Glaser wird als wissenschaftliche Mitarbeiterin dafür zuständig sein, die 5, an den Bundesstützpunkten zu testenden Systeme und die hier von den Trainern mit ihren Läufern als Probanden erhobenen Messdaten auszuwerten. Für stetige Beurteilung der Qualität der Sprünge und einen durchlässigen Wissenstransfer mit allen Trainern wird Sarah Löhle-Güler, Leistungssportreferentin in Elternzeit, die Verantwortung übernehmen. Über die Lernplattform Edubreak wird versucht werden, die neuen Erkenntnisse mit allen Interessierten zu teilen, so dass man am Ende der Projektlaufzeit gewiss hat, wie die neue Technik den Trainern helfen kann, methodisch die richtigen Schlüsse aus den erhobenen Messdaten zu ziehen.

 

40 Teilnehmer besuchten die beiden ersten Workshops und zeigten ihr Interesse. Hier ein Bild der Teilnehmer in Mannheim.

Dieses Projekt wurde mit Forschungsmitteln des Bundesinstituts für Sportwissenschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

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